Archive for Januar, 2008

freitag & freitag

Donnerstag, Januar 10th, 2008

freitag.gif In der Wochenzeitung Freitag zum einen ein Kommentar zu den von Roland Koch vorgeschlagenen Erziehungscamps, zum anderen eine Rezension des „Tagesshow“-Buchs von Walter von Rossum. 

hisbollah und fußball

Donnerstag, Januar 10th, 2008

Einen bizarre Meldung aus dem italienischen Freizeitfußball hat Lizas Welt zu Tage gefördert: Eine sardische Mannschaft nennt sich nun Zassbollah – zusammengesetzt aus dem Namen des Kapitäns, Zasso, und der libanesischen Terrororganisation Hisbollah. Der libanesische Fernsehsender Al-Mana integrierte die Hobbykicker schon in ihr Sportprogramm: 

Last Saturday at noon, at the Amiscora stadium in Sardinia, Italy – although in a different language and a different style – the Hizbullah resistance scored yet another goal into the net of those who doubt its morality, having become a source of inspiration for soccer players admired by millions throughout the world. 

warum nicht neururer?

Sonntag, Januar 6th, 2008

Bayern sucht einen Hitzfeld-Nachfolger, und die BamS will herausgefunden haben, dass Uli Hoeneß schon mit Volker Finke gesprochen hat. Das ist ja nach den bisher gehandelten Namen José Mourinho, Marco van Basten, Arsène Wenger, Jürgen Klinsmann, Guus Hiddink oder Marcelo Lippi beinahe zwingend, von dem auch gehandelten Jürgen Klopp mal ganz zu schweigen. Laut BamS kann es auch zu einer Doppelspitze Volker-Finke&Paul-Breitner kommen. Warum, muss man sich da fragen, denkt niemand an das potenzielle Erfolgsduo Peter-Neururer&Udo-Lattek? Oder Andy-Brehme&Mario-Basler? Oder Berti-Vogts&Toni-Schumacher? Oder Werner-Lorant&mir-fällt-niemand-mehr-ein?

maske und dylan

Donnerstag, Januar 3rd, 2008

Auch das noch: Henry Maske hat sich jüngst im Interview mit der Welt als Dylan-Fan präsentiert: „Ich fand die Musik toll, die hatte irgendwie mehr zu bieten als einfache Unterhaltung.“

roland koch

Donnerstag, Januar 3rd, 2008

Mit dieser Fotocollage wirbt Roland Koch auf seiner Website unter Aktuelles für sich: im Lichtkegel wird er wie ein Erleuchteter oder Lichtbringer präsentiert; ein starrer Blick, eine verkrampft halbhochgehaltene Faust, die Entschlossenheit andeuten soll, in die man aber genauso gut eine Fackel stecken könnte; links auf dem Bild werden alte Männer mit Fünfzigerjahrehüten gezeigt (ist der Herr ganz links Adenauer? Oder Sepp Herberger? Oder sind es Handwerker auf der Walz? Und was soll das?); rechts auf dem Bild sind drei Fotos eingeklinkt, von denen das mittlere auf jeden Fall Koch zeigt, wie er ein Buch hochhält, das man nicht erkennen kann; die anderen zwei Fotos sind gar nicht zu erkennen, immerhin ahnt man, dass auf dem obersten Herr Koch im Kreise von in Trachten gekleideten Frauen oder Mädchen stehen könnte; und nachdem drei Mal das Wort „aktuelles“ jeweils mit angeschnittenem „A“ geschrieben wurde, wird es beim vierten Mal zum Programm: rückwärts. 

fußball sehen

Mittwoch, Januar 2nd, 2008

wm-finale.jpg In der FAS legt Peter Körte einen himmelschreiend klugen Text über die ästhetische Dimension des Fußballs vor:

Es ist eine Art und Weise, ein Spiel zu gestalten, Erfahrung und Können immer wieder in reine Präsenz umzuwandeln, die ein Publikum begeistert oder mindestens gut unterhält, ohne dass jeder begreifen müsste, was da genau vor sich geht – es entsteht darin so etwas wie die flüchtige Schönheit einer Folge von Bewegungen. 

(Das Foto zeigt einen Journalisten, der einen Journalisten beim WM-Finale fotografiert, fotografiert von einem Journalisten, mir.) 

diktatur!

Mittwoch, Januar 2nd, 2008

Ein sympathisch nachdenklicher Kommentar von Andreas Rüttenauer in der Silvester-taz über den – von erstaunlich vielen Menschen gar nicht als Widerspruch wahrgenommenen – Widerspruch, einerseits „gegen Wolfgang Schäubles Überwachungssystem“ zu protestieren, andererseits ein Kontroll- und Meldesystem zu fordern, „das es Dopingjägern ermöglicht, den Aufenthaltsort von Sportlern zu jeder Tages- und Nachtzeit abzufragen“.