streikbruch

berlinerkurier.jpg Es sagt einiges über die politische Kultur hierzulande aus, wenn der Berliner Kurier mit der Schlagzeile „WIR brechen den BVG-Streik“ glaubt, Zustimmung und Auflage erheischen zu können.

Anführer der Rebellen ist Klaus-Dietrich Schmitt, Chef der kleinen Gewerkschaft Verwaltung und Verkehr (GVV). Er sagt: „Mit unseren 250 Leuten bei der BVG könnten wir einen Notfahrplan für die U1 und die U2 aufstellen. In den Ersatz-Bussen sitzt doch kaum jemand!“ Er hat dem BVG-Vorstand einen Brief geschrieben und den Notdienst angeboten, „im Namen aller vernünftigen Mitarbeiter der BVG“. „Wir sehen uns nicht als Streikbrecher“, sagt Schmitt. „Aber man muss Kollegen, die kein Streikgeld beziehen, die Chance geben, Geld zu verdienen.“

Immerhin, sogar diese Streikbrecher möchten nicht Streikbrecher gerufen werden. Nur der Berliner Kurier hat das nicht begriffen.

 

Comments are closed.