doping in china? olympia in china?

china-doping.jpg In der aktuellen Jungle World findet sich ein Vorabdruck meines Beitrags in dem Buch „Wer macht den Sport kaputt? Doping, Kontrolle und Menschenwürde“, das Mitte April erscheint. Die These des Beitrags:

Da die Volksrepublik China nicht über seit Jahrzehnte, eigentlich Jahrhunderte gewachsene Sportstrukturen verfügt, wie sie eine gewachsene bürgerliche Gesellschaft hat, kann sie im internationalen  Sport nur mithalten, wenn sie staatlich-dirigistisch angeleitet diese Sportstrukturen nachholt. Das ist ein in die allgemeine Weltmarktöffnung integrierter Prozess, und der impliziert, dass auch der große Markt der Pharmaindustrie entsteht, d.h. die traditionelle chinesische Medizin verdrängt wird.

Im aktuellen Freitag findet sich ein Beitrag von mir zur aktuellen Diskussion über einen eventuellen Boykott der Olympischen Spiele in Peking. Die These hier:

In der aktuellen Diskussion über die Spiele in Peking wird sowohl bei den Befürwortern als auch den Gegnern eines Fernbleibens von den Olympischen Sommerspielen in Peking so getan, als seien diese Spiele etwas beinah Heiliges: Entweder heißt es, sie würden entweiht, wenn dort Menschenrechtsverletzungen stattfänden. Oder sie seien derart bedeutend, dass sie nicht mit Politik in Verbindung gebracht werden dürften. Beides ist Quatsch. 

Und noch der Hinweis auf einen lesenswerten Kommentar von Dave Zirin zur Boykottdiskussion.

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