doping + herburger

konkret-cover.jpg In der Mai-Ausgabe von Konkret finden sich zwei Leserbriefe, die sich auf Hermann L. Gremlizas Doping-Beitrag im April-Heft beziehen; und der wiederum war ein Vorabdruck aus dem Buch „Wer macht den Sport kaputt?“, das am vergangenen Dienstag in Berlin vorgestellt wurde.

Einer der Leserbriefautoren ist der Schriftsteller und Marathonläufer Günter Herburger. Er berichtet, dass er vor Jahren in der Runner’s World geschieben habe, er

sei dafür, alle Chemie für Leistungssteigerung freizugeben. Sie sei sowieso vorhanden und werde benützt.

Sein Aufsatz habe damals keine Resonanz gehabt. Aber Herburger schreibt auch dieses Geständnis auf:

Als ich noch tage- und nächtelang durch Wüsten lief, nachts mich manchmal für ein paar Stunden eingrabend, aber dann wurde der Sand auch ekelhaft kalt, nahm ich manchmal Asthmaspray wie Finnländer. Ephedrin und Clenbuterol sprengten beinahe den Kopf, so daß ich weiterlief, bis die Angst abgebaut war.

Dies lesen und sich darüber ärgern, dass wir bei der Buchkonzeption nicht an Herburger gedacht haben, ist beinah eins.

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