am ende ist man krüger

Zum Fall des Göttinger Sportwissenschaftlers Arnd Krüger habe ich eine abschließende Recherche in der Jüdischen Allgemeinen vorgelegt: Ende Juni hatte er einen Vortrag mit dem Untertitel „Wie vermitteln wir die Zeitgeschichte des Sports, ohne uns in den Fallstricken des Antisemitismus zu verhaspeln?“ gehalten, der die These enthielt, die israelischen Sportler, die während der Olympischen Spiele 1972 von dem Terrorkommando „Schwarzer September“ überfallen wurden, seien wissentlich und freiwillig in den Tod gegangen. Arnd Krüger, der anfangs seine Thesen inhaltlich verteidigte und nur die Präsentation einer Selbstkritik unterzog (siehe mein Interview mit ihm in der taz), hat mittlerweile alles zurückgezogen und sich entschuldigt.

Mit vielen Tagungsteilnehmern habe ich gesprochen, habe bei anderen Fachkollegen nachgefragt, über eine Stunde mit Krüger selbst gesprochen und viel in Archiven gelesen: „Eine Frage des Menschenbildes“.

Mein persönliches Fazit: Er hat sich in den Fallstricken des Philosemitismus verheddert.

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