doping & journalismus (2)

Über merkwürdige Methoden bei der großen Spiegel-Recherche 1999 gegen das Team Telekom berichtet Message, ein Journalismus-Fachmagazin: Ein Informant, der über Strukturen des Dopings im deutschen Radsport sprach, sei partout, sehr konkret, gegen seinen Willen und nicht von dem Material gedeckt, das er beibrachte, als Anti-Telekom-Kronzeuge  aufgebaut, um nicht zu sagen: aufgebauscht worden. Der Informant, es handelt sich um den Radsportexperten Dieter Quarz, erklärt in Message, er sei „nie im Besitz von Dokumenten, die das Team Telekom belasten“ gewesen. Entsprechende eidesstattliche Erklärungen, die ihm der Spiegel formuliert und unterschriftsreif vorgelegt hätte, habe er auch nicht unterzeichnet.

Für ihre, wie es jetzt scheint: kaum abgesicherte Geschichte, über deren wackeligen Wahrheitsgehalt bereits im Februar 2000 Ralf Meutgens in der FAZ berichtet hatte, erhielten die Spiegel-Redakteure Udo Ludwig und Matthias Geyer damals den Henri-Nannen-Preis.

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