Archive for Juli, 2008

streitgespräch doping

Dienstag, Juli 8th, 2008

Ein Streitgespräch soll es werden: „Doping – gibt es auch gute Gründe dafür?“ lautet der Titel, auch wenn mir lieber wäre, die Frage lautete, ob es nicht auch gute Gründe gibt, nicht dagegen zu sein.

Egal: am Samstag, 19. Juli 2008 um 19.30 Uhr unterhalten sich Ines Geipel, Rolf-Günther Schulze und ich uns im Roten Salon (Rosa-Luxemburg-Platz, 10178 Berlin) über diese Frage. Ines Geipel hat gerade das Buch „No Limit. Wieviel Doping verträgt die Gesellschaft“ vorgelegt, Rolf-Günther Schulze und sind Herausgeber des Buches „Wer macht den Sport kaputt?“ Es handelt sich um eine gemeinsame Veranstaltung des Klett-Cotta- und des Verbrecher-Verlags.

sommermärchen im plural

Freitag, Juli 4th, 2008

wm-2006-vorr-leipz.jpg Nach dem Finale die Euro weiterzuspielen, ist nicht wirklich sinnvoll, also ist sie vorbei. Grund, nicht nur eine Bilanz zu ziehen, sondern auch auf die EM 2012 zu schauen, die in Polen und der Ukraine stattfinden soll: Die gute ökonomische Bilanz, die Deutschland mit der WM 2006 erreichte (wenn auch das Aufschwüngchen auf temporären Jobs am Bierstand und auf dem Parkplatz beruhte), lässt sich, soweit die Bilanzen vorliegen, für Österreich und der Schweiz nicht behaupten. Eine große innenpolitische Funktionalisierung, für die die Deutschen ja das Wort Sommermärchen erfunden haben, zumindest auch nicht in dem Maße, in dem man es von 2006 kennt. Warum also wollen Staaten, zumal ökonomisch nicht so potente wie die Ukraine, die teure EM ausrichten? Ein Versuch einer Analyse in der Jungle World.

 

wm-06-dortmund-halbfinale.jpg In dem Zusammenhang auch der Hinweis auf eine Podiumsdiskussion am Samstag, 5. Juli 2008 um 19.00 Uhr im Berliner Mehringhof, nämlich im „Clash“: „Fußball und Nationalismus“ – unter anderem mit Lars Quadfasel, Elke Wittich und mir.

Wo ich schon mal am Hinweisen bin: Bei den Linken Buchtagen am Samstag, 5. Juli 2008 um 15 Uhr findet auch im Rahmen der Linken Buchtage, nämlich im Mehringhof und da im Buchladen „Schwarze Risse“, eine Buchpräsentation von Rolf-Günther Schulze und mir statt: „Wer macht den Sport kaputt? Doping, Kontrolle und Menschenwürde“.

matthäus‘ passion (2)

Donnerstag, Juli 3rd, 2008

Das wird einem kaum einer glauben: Nach Informationen der israelischen Boulevardzeitung Yedioth Ahronoth steht Carsten Jancker vor einer Verpflichtung beim israelischen Fußballerstligisten Maccabi Netanya. Er stehe zusammen mit einem weiteren deutschen Spieler auf der Wunschliste des Neutrainers Lothar Matthäus. Jancker spielt derzeit beim österreichischen Bundesligisten SV Mattersburg.

der wiener kongress

Donnerstag, Juli 3rd, 2008

Von einer hochspannenden Tagung in Wien anlässlich der Euro berichte ich in der neuesten Jüdischen Allgemeinen. Ist der Fußball „die Hölle“, wie ein Referent ernsthaft meinte und Bezüge zum Fußballspiel im KZ herstellte? Oder gehört er zum Leben, auch zum jüdischen Leben, wie einige Historiker darstellten.

Meine Abseits-Kolumne in der Jüdischen Allgemeinen handelt diesmal von der Frage, ob eventuelle israelische Medaillen bei den Olympischen Spielen in Peking wirklich dem israelischen Sportfördersystem zuzuschreiben sind. Oder nicht eher dem Umstand, dass viele Neueinwanderer für Israel an den Spielen teilnehmen. Sie ist auch hier zu finden.

krüger am rand

Donnerstag, Juli 3rd, 2008

Der Göttinger Sportwissenschaftler Arnd Krüger ist heftiger Kritik ausgesetzt. Auf einer Tagung behauptete er, die israelischen Sportler und Trainer, die 1972 beim Olympiamassaker ums Leben kamen, seien wissentlich in den Tod gegangen. „Antisemitismus pur“ wirft ihm Dieter Graumann vom Zentralrat der Juden in Deutschland vor. Krüger sprach über angebliche Ursachen, die in der israelischen Gesellschaft und im Judentum zu suchen seien. Material dazu findet sich bei Elke Wittich in (oder auf?) sportswire.de hier und hier.

Ich habe für die taz mit Krüger gesprochen: „Ich habe eins auf die Nase bekommen.“ Interessant fand ich, dass meines Wissens kaum ein deutscher Journalist mit Krüger direkt sprach. Israelische Kollegen von Ha’aretz und von Ma’ariv hatten ihn interviewt.