antisemitismus im fußball (4)

homburg.jpgDiesen Veranstaltungshinweis, garniert mit diesem Foto, habe ich gerade erst gesehen: Am Sonntag findet im saarländischen Merzig eine Veranstaltung zum Thema „Antisemitismus im Fußball – Über das Schweigen von Fans und Funktionären“ statt. Es sprechen Christoph Goergen und Christian Hirsch, die sich in der „Aktion 3. Welt Saar“ sehr verdienstvoll um Fußball kümmern. 

Sonntag, 14. Juni, 18 Uhr, Stadthalle Merzig. Es findet im Rahmen einer Anne-Frank-Ausstellung statt.

In Einladung heißt es u.a.:

„Wir bauen eine U-Bahn von … nach Auschwitz“. Dieser Slogan – der Ort in der Mitte wird dabei ausgetauscht – wird in Fußballstadien gesungen, auch im Saarland. Antisemitismus hat im Fußball seinen Platz, analog zu seiner Präsenz in der Gesellschaft. Der Begriff „Jude“ wird im Fußball durchgängig als Schimpfwort benutzt gegenüber gegnerischen Fans, gegnerischen Vereinen oder dem Schiedsrichter. Bei solchen Sprüchen fällt auf, dass Polizei und Vereinsordner daneben stehen, aber meist nicht eingreifen. Antisemitische Beschimpfungen haben in den oberen Ligen abgenommen, dafür aber in den unteren Ligen zugenommen. Neben der Medienpräsenz liegt dies auch an der Gegenbewegung einiger Fans. Als überzeugte und praktizierende Fußballfans richten sich die Referenten mit ihrem Vortrag an alle, die die oben beschriebenen Phänomene aus eigener Anschauung kennen, sich bisher aber nicht trauten, im Stadion aktiv dagegen vorzugehen oder sich allgemein für Fußball interessieren.

One Response to “antisemitismus im fußball (4)”

  1. admin sagt:

    Ein Nachtrag: Die Veranstaltung zu Antisemitismus im Fußball findet auch am Freitag, 21. August 2009 in Halle statt. Der genaue Ort steht noch nicht fest, Veranstalter ist die Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt. Dort wird es auch Infos über den Ort und die Anfangszeit geben.