translating doping

Translating Doping heißt ein Forschungsprojekt von TU Berlin und Humboldt-Universität. In dessen Rahmen findet am Freitag, 16. November 2009, in der TU (10623 Berlin, Straße des 17. Juni 135, H 3005) ein öffentliches Hearing statt. Zu dessen zweiten Podium, das um 17.30 Uhr beginnt, bin auch ich eingeladen.

In der Einladung des Projekts heißt es: „Da die Komplexität und vor allem die Schwierigkeiten des Dopingproblems maßgeblich auf einer Verrechtlichung des Anti-Doping-Diskurses beruhen, nehmen wir als umfassende Problematik das Verhältnis von Recht und Moral in den Blick. In der Podiumsdiskussion sollen die für die gesamte Moderne konstitutiven Bestimmungen des Rechts und der Moral in Bezug auf die Dopingthematik erörtert werden. Konkret gibt es in diesem Bereich zahlreiche Probleme, etwa dadurch dass bestimmte Medikamente verboten sind, andere aber nicht oder noch nicht. Jedenfalls ist nicht immer die Leistungssteigerung oder eine vermutete Schädigung des Athleten ausschlaggebend. Vielmehr ist davon auszugehen, dass es sich bei den Anti-Dopingbestimmungen um positiv gesetztes Recht handelt, das partiell und in konkreten Fällen von der alltäglichen moralischen Intuition abgekoppelt ist. Dazu trägt sicherlich auch das so genannte Enhancement bei, die Verbesserung kognitiver Leistungen und emotiver Befindlichkeiten bei Gesunden. Dieser Befund eines Auseinanderscherens von moralischen und rechtlichen Normen betrifft nicht nur das Doping, sondern ist für die gesamte Moderne charakteristisch.“

Das ausführliche Programm der Veranstaltung findet sich hier.

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