deutsche zustände

Jüngst kam die Studie „Deutsche Zustände“ heraus, die unter anderem die Entwicklung von Antisemitismus in Deutschland einer Langzeituntersuchung unterzieht. Über die Ergebnisse sprach ich für die Jüdische Allgemeine mit Andreas Zick, der gemeinsam mit Wilhelm Heitmeyer das Forschungsprojekt leitet: „Stereotype sind fest verankert“. Unter anderem führt er zum Zusammenhang von Wirtschaftskrise und Antisemitismus dies aus: „Wir haben zum Beispiel danach gefragt, wer die Urheber der Krise sind und einige Antwortmöglichkeiten vorgegeben, unter anderem ‚Banker’ und ‚Spekulanten’. Wer solche Aussagen bejaht, muss zwar nicht zwingend antisemitisch gesinnt sein. Auffallend ist aber, dass viele derjenigen, die Banker und Spekulanten für die Krise verantwortlich machen,  sich bei anderen Fragestellungen klar judenfeindlich äußern. Das zeigt, wie sehr Stereotype verankert sind: ‚Banker’ und ‚Spekulanten’ werden oft mit Juden gleichgesetzt.“

One Response to “deutsche zustände”

  1. […] Das Forscherteam um Wilhelm Heitmeyer hat die Langzeitstudie „Deutsche Zustände“ abgeschlossen und die Ergebnisse präsentiert. Ein Kommentar von mir in der Jüdischen Allgemeinen: Hass liegt im Trend. Vor zwei Jahren hatte ich Heitmeyers Kollegen Andreas Zick dazu interviewt: “Stereotype sind fest verankert” […]