transsport

Für die aktuelle Jungle World, die einen sehr lesenswerten Schwerpunkt „Sport, Sex und Gender“ hat, habe ich eine kleine und völlig unvollständige Chronik zu Trans- und Intersexuellen im Sport verfasst: Wenn die Medaille mehr als zwei Seiten hat.

Ein beinah beiläufiges Rechercheergebnis: „Was immer mitschwingt, wenn (…) über Trans- oder Intersexualität im Sport diskutiert wird, ist die Unterstellung des Betrugs: Ein physisch stärker gebauter Mann schliche sich unfairerweise in die Frauenkonkurrenz, weil er da leichter gewinnen könne. (…) Bei aller Vielfalt der Transgender-Erscheinungen, die sich in der Sportgeschichte zeigen lässt, gab es genau das nie: Betrug. Nicht nur ein Beweis fehlt, sondern auch jedes halbwegs ernstzunehmende Indiz eines bewussten Betrugs. Die Fälle, in denen inter- bzw. transsexuelle Sportler oder Sportlerinnen bekannt wurden, tragen im Gegenteil stattdessen oft Züge großer persönlicher Tragik.“

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