der tischtenniskommunist

Ivor Montagu war vieles: Zum ersten Sohn der jüdischen Oberschicht Londons, sein Vater war der zweite Baron Swaythling, einer der reichsten Bankiers Londons. Zum zweiten Pionier des Tischtennis, ein guter Spieler und der einflussreichste Funktionär dieses Sports, unter anderem 41 Jahre lang Präsident des Weltverbandes. Zum dritten war er Filmproduzent, -kritiker und sporadisch sogar selbst Filmemacher. Mit Alfred Hitchcock drehte er, Sergej Eisenstein holte er nach Hollywood, und mit Charly Chaplin war er eng befreundet. Und zum vierten war Ivor Montagu Kommunist, zwischenzeitlich sogar im Gespräch als Generalsekretär der britischen KP. Auch als sowjetischer Spion soll er gewirkt haben. Über diesen leider 1984 verstorbenen Tausendsassa ein Porträt in der tazWie Pingpong nach Moskau kam. (In der Printausgabe hat der Artikel die Überschrift: Wie der Zelluloidball nach Russland kam.)

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