heil berg!

Auf der Alpeiner Scharte in den österreichischen Alpen, knapp 2.900 Meter hoch, ließen die Nazis nach dem Rohstoff Molybdän suchen. Zwangsarbeiter waren dort ganzjährig im Einsatz, unter miserablen Bedingungen, bei schlechter Kleidung, Ernährung und Unterbringung. Der Österreicher Matthias Breit erforscht diese kaum bekannte Kapitel der NS-Herrschaft: Ski Heil und Zwangsarbeit in der Jüdischen Allgemeinen.

5 Responses to “heil berg!”

  1. Sehr geehrter Herr Krauss,

    ich freue mich natürlich über Bergwerk Alpeiner Scharte zu lesen, so auch über ihren Artikel. Im gewichtigen Schlusssatz schreiben Sie „Doch sie [Familie Breit] kümmern sich um das, was Bergsteigern in der Alpeiner Scharte noch nie auffiel. Seit 1940 nicht.“.
    Dies ist wohlfeil eine bemerkenswerte Aussage, denn bereits Jahre bevor die von Ihnen gelobte Familie Breit sich ans Werk machte, war das Bergwerk bereits Gegenstand von historischen Recherchen verschiedener Tiefe und Motivation. Beispielsweise durch eine Dame der von ihnen (oder Fam. Breit?) offensichtlich verschmähten Zunft der Bergsteiger, einer Frau Birgit Antes, die Anfang 1990er einen damals noch lebenden ehemaligen Bergwerksarbeiter in Italien aufsuchte. Die Ergebnisse Ihrer journalistischen Recherchen wurden in der auflagenstarken Bergsteigerzeitung „Alpin“ publiziert.

    Ebenso befindet sich auf der Alpenvereinshütte unterhalb des Bergwerks seit etwa zwei Dekaden ein Ordner mit Informationsmaterial aus verschiedenen Quellen zusammengestellt. Einerseits interessierte das Geschehen den (damaligen) Hüttenwirt selbst, anderseits erkundigten sich ständig Wanderer nach dem Wie und Warum des ‚mysteriösen‘ Bergwerks.

    Herr Breit hat einen PC auf die Geraer Hütte hinaufgeschafft, und lässt dort eine kontinuierlich Diashow abspielen, mit Bildern die der Betrachter doch bitte gleich auf der nebenbei angebotenen CD kaufen möge.

    Seit etlichen Jahren befindet sich eine kleine historische Dokumentation, welche meine Wenigkeit über die Jahre durchführte auf http://www.retrofutur.org/retrofutur/app/main?DOCID=100006652
    . Eine der gezeigten Bilderstrecken (jene aus 2003) hat Herr Breit vor einigen Jahren veranlasst mich zu kontaktieren, da er damals offensichtlich (als bewusster Nichtbergsteiger?) keine Kenntnis der durchaus unter die Haut fahrenden Örtlichkeiten besass. Meinem Wissensstand nach startete er erst in Kenntnis dieser „Spektakularität“ mit der eifrigen Recherche und der einhergehenden öffentlichen Positionierung seiner Person.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Kristian Hasenjäger

  2. admin sagt:

    Vielen Dank für den Hinweis!
    Martin Krauß

  3. Montblanc sagt:

    Erste führerlose Besteigung des Mont Blanc über die Aiguille de Bionnassay…

    Nach frohem Festesgetümmel waren zwei Bergsteiger mit sinkender Sonne von Courmayeur……

  4. Roßkopf – Zillertaler Alpen – TOURRENTIPP WANDERN…

    Der Roßkopf, 2844 Meter, ist neben dem Windbachtalkopf der zweite reine Bergwander­gipfel im Bereich der Richterhütte……

  5. Die Bayerischen Voralpen…

    Sie umfassen den bayerischen Voralpenanteil zwischen der Loisach im Westen und dem Inn im Osten; das Gebirge ist etwa 80 km lang und 20 bis 30 km breit……