forza palästina

Zu den Meldungen, die nicht den Sprung in die hiesige Sportberichterstattung schaffen, gehört die, dass Thailand einen 5:4-Sieg über Palästina in der Olympiaqualifikation aberkannt bekommen hat, worüber sich – vermutlich sehr erfolglos – der thailändische Fußballfunktionär Worawi Makudi aufgeregt hat. Dabei verrät diese Meldung viel mehr über Bedeutung und Funktionsweise des Weltfußballs als die stattdessen viel Aufmerksamkeit erhaltende Meldung, dieser Herr Worawi habe für sich die Fernsehrechte für ein Freundschaftsspiel zwischen England und Thailand verlangt. Letztere Meldung legt nahe, alles, was einem fremd ist, auf den simplen Korruptionsverdacht zu reduzieren. Erstere Meldung hingegen hilft hoffentlich, ein Verständnis der politischen Bedeutung des Fußballs zu erhalten: Forza Palästina! Meine taz-Kolumne „Über Ball und die Welt“, Nr. 19.

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