März 21st, 2010
In den Berichten und Kommentaren zum Fall Amerell, der ja manchmal auch als Fall Zwanziger behandelt wird, lässt sich für meinen Geschmack recht wenig über strukturelle Gründe des Konflikts finden. Im Freitag versuche ich mich daran: ein Beitrag zum „System Zwanziger“, welche Rolle die DFL spielt, warum der DFB 47 Vorstandsmitglieder hat und was das alles mit Michail Gorbatschow zu tun hat - Hang zum Männerbündischen.
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März 20th, 2010
Dem etwas irritierenden Beschluss des Europaparlaments, die EU möge darauf hinwirken, dass die Empfehlungen des sog. Goldstone-Reports umgesetzt werden – zu einem Zeitpunkt, zu dem bislang nur der UN-Menschenrechtrat, aber weder die UN noch das (warum sich eigentlich zuständig fühlende?) Europaparlament den Report geprüft und debattiert haben – bin ich für die Jüdische Allgemeine nachgespürt. Ergebnis der Recherche: Es ist leider doch nicht so irritierend - Brüsseler Speerspitzen.
Gleichfalls in der Jüdischen Allgemeinen widme ich dem hübschen Umstand, dass das International Cricket Council, das seinen Sitz in Dubai hat, den israelischen Kricketverband für diverse Integrationsobjekte geehrt hat, einen Kommentar: Dabei in Dubai.
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März 11th, 2010
Der Online-Auftritt der Jüdischen Allgemeinen steht!
Damit ist das Ende des auf ePapers hoch- und runterscrollen verkündet. Und gleichzeitig die Möglichkeit, Texte, die in der Jüdischen Allgemeinen erschienen sind, auch via Google zu suchen.
In der aktuellen Ausgabe – und eben auch in der Online-Ausgabe – ein kleiner Text, den ich gemeinsam mit meiner Kollegin Katrin Richter verfasste: Islamkonferenz wird fortgesetzt.
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März 11th, 2010
„Simbabwes Fußballchefin hat Fifa-Equipment gestohlen“, lautete eine Schlagzeile in der Presse des südafrikanischen Landes. Ein schöner Grund, wie ich finde, mich im Rahmen meiner monatlichen taz-Kolumne über ball und die welt, mit den inneren und äußeren Bedingungen des Fußballs in Simbabwe zu beschäftigen: Die Strohfrau der Fifa. Allmonatlich wird hier die Politik des Fußballs und das Fußballelement in der Politik beleuchtet. Vorher sind schon interessante Fälle im Gazastreifen, in Indien und auf den Fidschi-Inseln erörtert worden.
Aber der Versuch, mit dem Fußball die Welt zu verstehen, geht weiter.
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März 8th, 2010
Was macht kritischen Sportjournalismus aus? Für die taz habe ich mich ins Archiv begeben und mehrere Jahrgänge des Daily Worker studiert, der Tageszeitung der Kommunistischen Partei der USA, die von 1924 bis 1958 erschien. Ab 1936 hatte dieses durchaus vom Stalinismus geprägte und alles andere als zu lobhudelnde Blatt einen bemerkenswerten Sportteil, maßgeblich von Lester Rodney gestaltet. Rodney starb Ende 2009, und ich hatte schon für einige Blätter Nachrufe auf ihn verfasst. Nun also nicht nur ein Porträt Rodneys – In der Nische -, sondern auch ein gekürzter und sehr programmatischer Kommentar, den Rodney im August 1941 veröffentlichte: Eine Sportseite des Volkes.
Ein Auszug: “Wir machen eine antifaschistische Sportseite, eine Sportseite des Volkes. Wir tragen nicht die Politik in den Sport, aber wir zeigen, dass das Sportleben eines Landes nicht losgelöst werden kann von allem, das um es herum existiert. Verstehen Sie uns nicht falsch: Wir sind weit davon entfernt, alles richtig zu machen, und das wissen wir auch. Weil wir nicht die Möglichkeiten der anderen Zeitungen haben, können wir nicht jedem Detail so nachgehen, wie wir es gerne täten.”
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März 4th, 2010
Vancouver, die letzte. Für die Jüdische Allgemeine schrieb ich eine Olympiabilanz aus jüdischer Sicht. Mit erstaunlichem Ergebnis: „Genau genommen hat Israel bei den zu Ende gegangenen Olympischen Winterspielen im kanadischen Vancouver bei allen vergebenen 615 Medaillen die Hand im Spiel gehabt: Omer Abel, ein in Kanada lebender Israeli, hat zusammen mit der Künstlerin Corinne Hunt die Olympiamedaillen hergestellt.“ Mehr dazu: Olympischer Geist (zum letzten Mal als ePaper!).
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März 3rd, 2010
Was geht Philosophen Doping an? Die Frage mutet nur dann irritierend an, wenn die Frage der Moral als schon beantwortet gilt. Zusammen mit meinem Kollegen Torsten Haselbauer habe ich den Philosophen Christoph Asmuth für den Freitag befragt. Asmuth leitet das Forschungsprojekt Translating Doping, das ich schon mal in der taz vorgestellt hatte: Dolmetscher für Doping. Im Interview sagt er auf die Frage, was ihn und die anderen Geisteswissenschaftler Doping angeht: „Ich finde sehr viel. Die Frage führt doch sogar zum Kern unserer Arbeit. Im Sport und vor allem im Doping wird nämlich viel mit moralischen Kategorien operiert: Gerechtigkeit, Fairness, Vertrauen. Da schließen sich Fragen an: Wie sind beispielsweise Medikamentenmissbrauch, Leistungserwartungen und vor allem Leistungsoptimierung zu bewerten? Das sind Fragen, die natürlich nicht nur im Sport gestellt werden.“ Das ganze Interview hier: Die Substanz des Sports.
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Februar 20th, 2010
Zwei kurze Texte zu Vancouver: Zum einen mein Kommentar, dass und warum das eklige Motto „The games must go on“ des nicht minder ekligen Avery Brundage aus dem Jahr 1972 mittlerweile zu einer Art moralischen Imperativ geronnen ist: Kommt – wie jüngst in Vancouver ein georgischer Rodler – jemand bei Olympia zu Tode, wird dieser Satz als Mantra vorgetragen. Ob es ein tragischer Trainingsunfall ist oder, wie 1972 nach dem Massaker an der israelischen Olympiamannschaft, ein kaltblütiger Terrorakt, spielt da auch keine Rolle mehr. Die Botschaft des „The games must go on“ lautet: Nur wer einfach unbeirrt und ohne sich umzuschauen weitermacht, hat seine Lektion gelernt. Und das ist, ich weiß nicht, ob ich den Begriff schon verwendet habe, eklig. Hier der Kommentar in der Jüdischen Allgemeinen: Tod und Spiele.
Zum anderen, auch in der Jüdischen Allgemeinen, ein Text über einen kleinen israelischen Anteil an einem Biathlon-Gold: Anastasia Kuzmina aus der Slowakei, die im 7,5-Sprint-Wettbewerb Gold vor Magdalena Neuner gewann, wurde von ihrem israelischen Ehemann, dem nicht für die Spiele qualifizierten Langläufer Daniel Kuzmin, gecoacht: Ein bisschen mitgewonnen.
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Februar 14th, 2010
Die Olympischen Winterspiele in Vancouver werden einmal mehr als Sportfest präsentiert, wo sich die besten Athleten der Welt einfach so treffen und hoffen, eine Medaille zu erhalten. Daher ein paar Worte zu medialen und militärischen Interessen an diesem Weltereignis - im aktuellen Freitag: Olympischer Verteidigungsfall.
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Februar 14th, 2010
Mit dem anhaltenden Phänomen eines getrennten ost- und westdeutschen Sports beschäftigt sich Jere Longman von der New York Times aus Anlass der Olympischen Spiele: East German Sports Machine Shadows Vancouver Olympics. Und zitiert auch mich.
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